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Herzlich Willkommen!
 
In meinem Blog könnt ihr mich auf meinem persönlichen Weg in mein "Wunderland" begleiten.
Was genau dieses "Wunderland" ist und wie ich dort hin gelangen möchte, könnt ihr auf der Zusatzseite "MyWonderland" erfahren. 
 
Ich wünsche euch ganz viel Spaß beim Lesen!
 
Liebe Grüße, 
Jay
 

Alter: 23
 


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Blog

Der erste Schritt in Richtung Wunderland?

Wir schreiben Samstag, den 30. August des Jahres 2014. Es ist ein düsterer Tag und die Wolken hängen am Himmel wie eine dicke Decke aus Watte. Grau und trüb.

Dieser Tag heute soll dennoch ein verändernder Tag in meinem Leben sein. Denn heute schlägt die Stunde Null. Die Stunde, in der ich mein Leben endlich selbst in die Hand nehme und mich nicht mehr nur von anderen lenken lasse. Es ist der Tag, an dem ich bereit bin, den Weg einzuschlagen, den ICH gehen möchte. Der Weg, der mich in mein Wunderland führen soll. In das Leben, das ich mir immer erträumt habe. Es ist ein Leben voll Glück, Wohlgefühl und Zufriedenheit. Ein Leben ohne großartigen Kummer und ohne große Sorgen.

Wie bereits erwähnt fühle ich mich aktuell in meiner Haut absolut nicht wohl. Bei einer Größe von 1,70m bringe ich ein "stolzes" Gewicht von aktuell 71,9 kg auf die Waage.

Man könnte meinen, das sei nicht sonderlich viel und 4 bis 5 Kilo Gewichtsverlust sollen reichen. Doch ich sehe das etwas anders.

Ich war einmal ein schlankes Mädchen mit nur 58 kg. Die Schwangerschaft, viel Ärger mit meinen Eltern und dem Erzeuger meines Jungen, Stress, Frustration und viele Rückschläge förderten meine sogenannten "Fressattacken". Ich fing an, alles in mich hinein zu stopfen. Bei jedem neuen Streit, bei jedem Tief in meinem Leben griff ich zu Schokolade, Eis, Pizza & Co.
2010 begann ich dann, mein Gewichtsproblem wieder in die Hand zu nehmen. Ich hatte damals gut 80 kg. Innerhalb weniger Wochen wurden diese 80 kg wieder auf 60 kg reduziert - dank einer kalorienreduzierten Ernährung und einem täglichen Marsch von 10 km. Ich hielt mein Gewicht über ein Jahr.

2011 begann ich dann meine Ausbildung zur Bürokauffrau. Das tägliche Laufen, die regelmäßigen Gänge ins Fitnessstudio, all das blieb aus Zeitmangel auf der Strecke. Ich ging morgens aus dem Haus und kam abends wieder. Danach war der Haushalt angesagt, das Kind wollte versorgt werden, die Schule sollte ebenfalls nicht vernachlässigt werden. Ich war tagtäglich gut 20 Stunden auf den Beinen, um alles so perfekt wie möglich auf die Reihe zu bekommen.

Ich war noch sehr jung und wollte den Aussagen "Dein Leben ist mit Kind vorbei", "Das schaffst du doch eh nicht", "diese Herausforderung ist viel zu groß für dich" entgegenwirken. Ich wollte er Welt zeigen, dass auch eine junge Mutter ihre Ausbildung machen und nebenbei einen eigenen Haushalt führen kann.

Das Ganze ging nochmal anderthalb Jahre lang gut, doch dann sackte ich ab. Viel Streit mit meinem damaligen Partner, viele Probleme, mir wurde alles zu viel. Ich war ständig schlapp, verkroch mich in meinem Bett, wollte nichts sehen und nichts hören. Die Diagnose: Depressionen und Burn-Out. Ich war am Ende. Und das mit nur 20 Jahren.
In dieser Zeit nahm ich wieder gut 15 kg zu. Ich war wirklich mehr als frustriert, was dazu führte, dass ich mehr aß.

Ich unternahm mehrere Versuche, mein Gewicht wieder zu reduzieren. Doch alle scheiterten aufgrund meines gesundheitlichen Zustandes. Ich war nicht mehr in der Lage, mich selbst zu kontrollieren und fühlte mich wie eine Marionette, die so tanzt, wie sie von anderen geführt wird.
Ich funktionierte nur noch.

Dieses ganze Theater führte dazu, dass ich meine Arbeitszeit reduzieren und meine Ausbildungszeit um ein Jahr verlängern musste. Ich konnte einfach nicht mehr. Der ständige Druck mit den unbedingt benötigten Überstunden. 12 Stunden Arbeitstage. Und so weiter. Ich ging mit meinem Sohn 3 Wochen auf eine Mutter-Kind-Kur. Das war im April letzten Jahres.

Ich habe noch eine ganze Weile gebraucht, bis ich mich wirklich wieder halbwegs erholt hatte und von den Antidepressiva weg kam.
Und nun bin ich an einem Punkt angekommen, wo ich es nochmal versuchen möchte. An dem Punkt, an dem ich mich wieder mehr um mein Wohlbefinden kümmern werde.


Deshalb der Beschluss: Ich werde abnehmen! Nicht mehr "Ich will". Nein. ICH WERDE!
Das Ende meiner Ausbildung ist inzwischen absehbar, was mir wieder Mut und Kraft verleiht. Mein Partner unterstützt mich in allen Bereichen und so kam ich dazu, mir 2 verschiedene Eiweiß-Shakes zu besorgen.

Ich werde einen Cut in mein Essverhalten setzen und erstmal nur noch diese Shakes zu mir nehmen. Mag sein, dass das nicht gesund ist. Doch ich bin jemand, ich brauche diesen Schnitt. Denn ich kenne mich und ich weiß, dass ich anders nie von meinen Gewohnheiten weg kommen werde.

Die Motivation ist da, die Kraft momentan auch. Und mit jedem Kilo weniger wird auch mein Wohlgefühl zurück kehren.

Das ganze hat übrigens auch einen gesundheitlichen Aspekt. Ich war am Dienstag beim Arzt, aufgrund von extremen Schmerzen im Fuß. Er erzählte mit was von Mittelfußarthritis und dass mein Fußgewölbe nachlässt. Super Sache...
Er meinte, mein Fußaufbau sei zu schwach, um mein aktuelles Körpergewicht zu tragen.

Wie dem auch sei. Das Projekt steht. Der Wille ist da.
Vorerst möchte ich die 7 vorn dran in eine 6 verwandeln. Und irgendwann natürlich auch wieder in eine 5.
Mein letztes Wunschgewicht sind 52 kg.

Und bitte bitte erspart mir Kommentaren wie "Das ist zu wenig", "So wirst du nie abnehmen", "Das ist ungesund" und sonstige Belehrungen.
Ich weiß, was ich will und ich werde meinen Weg gehen...!

Liebe Grüße,
Jay

1 Kommentar 30.8.14 09:14, kommentieren

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001 Vorstellung meiner Selbst

Ich sitze am Fenster meiner Küche. Endlich ein paar Minuten Ruhe. Ein bisschen runterfahren und abschalten können. Eine Zigarette, die ich mit Genuss rauchen kann, ohne ständig "Mama" zu hören. Ich lasse den Tag noch mal Revue passieren und denke über mein Leben nach.

Im Grunde genommen habe ich alles, was ich brauche und alles was mich glücklich macht:
Einen kleinen Sohn, den ich über alles liebe. Einen Mann an meiner Seite, der mir jeden Wunsch erfüllt. Eine Arbeit, die mich trotz des Stresses glücklich macht.

Doch vielleicht sollte ich euch erst ein wenig von mir erzählen. Nennt mich Jay. Ich bin 21 Jahre jung und habe einen 5jährigen Sohn, der nun schon ein Vorschulkind ist. Ich bin Auszubildende im Bürokaufmännischen Bereich und habe nun nur noch ein halbes Jahr, bis ich diese abschließe.
Mein Leben war zwar nicht immer leicht, doch bisher habe ich mich wohl ganz gut durch gebissen. Denn wäre dem nicht so, wäre ich heute wohl nicht hier und könnte diesen Blogeintrag verfassen.

Viele - nicht immer positive - Ereignisse haben mich und mein Leben geprägt. Ich war einst ein schüchternes, zurückhaltendes, kleines Mädchen - ohne Selbstbewusstsein und großteils allein.  Doch heute stehe ich auf eigenen Beinen, bin stolz auf das, was ich bisher erreicht habe.

Und dennoch bin ich nicht wirklich zufrieden. Man sollte meinen, dass mir nichts im Leben fehlt. Doch dem ist ganz und gar nicht so. Ich hatte viele Träume, die ich aufgrund diverser Vorfälle oder aus gesundheitlichen Gründen aufgeben musste. Viele Träume, die wie Seifenblasen auf einer Nadelspitze zerplatzten. 

Ich bin lange Zeit in Selbstmitleid versunken, wollte nicht wahrhaben, dass mein Leben nicht so verläuft, wie ich es wollte. Doch dann begriff ich, dass ich selbst für mein Leben verantwortlich bin und nur ich die Dinge so hindrehen und verändern kann, dass ich mich wohl fühle und jeden Tag meines Lebens genießen kann. 

Und genau damit möchte ich nun endlich beginnen. Es wird Zeit, dass mein Leben wieder in den Bahnen weiter verläuft, in die ich sie lenke. 

Vor allem möchte ich wieder lernen, die Dinge so hin zu nehmen wie sie sind und jeden Tag mit meinen Liebsten genießen zu können. 

Doch auch körperlich möchte ich mich verändern. Ein paar Kilo verlieren, wieder mehr Sport machen und regelmäßig ins Fitnessstudio gehen. Einfach wieder etwas mehr für mich tun. 

Die letzten Jahre habe ich damit verbracht, meinen Haushalt perfekt zu führen, eine der besten Schüler zu sein, mich für meinen Sohn aufzuopfern und eine gute Mitarbeiterin in unserem Unternehmen zu sein. Dabei habe ich mich selbst völlig vergessen.

Doch diese Zeiten sind nun vorbei. Es wird Zeit, wieder etwas für mich zu tun. Denn schließlich bin ich nicht nur Mutter, Hausfrau, Partnerin und Mitarbeiterin, sondern auch Mensch! 

29.8.14 21:13, kommentieren


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